Gorica Jeremic: Unsichtbar

Gorica Jeremic: "Unsichtbar". Mischtechnik auf Leinwand, 2019, 65 x 120 cm
Gorica Jeremic: „Unsichtbar“. Mischtechnik auf Leinwand, 2019, 65 x 120 cm

 

Ich habe das Malen durch MS entdeckt, bin sehr froh, dass es mir heute soweit gut geht. Mein größtes Problem ist die Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Von außen kaum verständlich, dass man einfach keine Kraft hat, werde oft gefragt „wieso, was hast du denn“ (ach nur MS 😊)

Dieses Bild mit dem Titel „Unsichtbar“ symbolisiert den Verlauf der MS: Mamanchmal ist man benebelt, manchmal geht es einem so gut, dass man komplett auf die Krankheit vergisst. Genauso gibt es aber Tage ,wo einfach nichts geht. In das Bild habe ich Rostpartikel eingearbeitet, diese verändern sich unkontrolliert. Das Bild lebt, ändert die Farbe oder auch die Struktur, aber keiner weiß, wie und wann.

ICH versuche trotz allem mein Leben zu genießen, ICH versuche immer im Vordergrund zu stehen und nicht MS. Die Einstellung zur Krankheit macht sehr viel aus.

Dieses Bild wird 29. Mai im Wiener AKH ausgestellt, danach kann es gerne in ein neues Zuhause einziehen. Es wird zum Preis von Euro 690,00 verkauft und von Gorica Jeremic im Raum Wien ausgeliefert. Der erlöste Verkaufspreis geht an die Multiple Sklerose Gesellschaft Wien.

Über Gorica Jeremic Gorica Jeremic

Gorica Jeremic wurde 1976 in Wien geboren. Im Februar 2015 erhielt sie die Diagnose Multiple Sklerose. Auf den Schock folgten einige Krankheitsschübe, ehe die Zeit der Erholung begann. Leider musste sie ihren Job als Managerin aufgeben, dafür bekam sie viel Zeit für sich selbst. So beschloss Gorica, die Krankheit in den Hintergrund zu drängen, obwohl sie immer präsent war und ist.

„Es ist immer nur so schlimm, wie man es selbst zulässt.“

Im Jänner 2018 suchte sie ein Bild für ihr Wohnzimmer. Da Gorica eine genaue Vorstellung davon hatte, wie es aussehen sollte und sie dieses Bild nicht fand, beschloss sie, es selbst zu versuchen. „Nun sind es einige mehr geworden, die auch anderen gefallen. Ich habe Bücher gelesen, einige Materialien ausprobiert. Bis ich mit den Ergebnissen zufrieden war, hat es ein wenig gedauert. Jeder der mich kennt weiß, dass Geduld nicht unbedingt meine Stärke ist“, erklärt Gorica.

Die Malerei ist meine Therapie für einfach alles geworden. Beim Malen tauche ich in eine andere Welt ein, vergesse alles um mich herum – auch die Schmerzen.“

Gorica findet das Leben trotz allem wunderschön – und genau dieses Gefühl versucht sie auf die Leinwand umzusetzen. Und das spiegelt sich im Feedback der Betrachterinnen und Betrachter ihrer Bilder wider.

Techniken

Acryl, Spachtelmassen, Sand, Schampagnekreide, Marmormehl, Blattgold auf Leinwand

Ausstellungen

Mai 2018, Soloausstellung bei Anasa Interior, 1080 Wien
September 2018, Gruppenausstellung, KreativRaum Galerie, 1010 Wien
Februar 2019, Gruppenausstellung, Galerie ART POOL Vienna, 1150 Wien

 

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